Online-Projekt für Grundschüler in Münster

Wie geht’s eigentlich Sven?

Sven ist 9 Jahre alt und genau wie Du auch ein „STARKER JUNGE“. Außerdem hat Sven einfach keinen Bock mehr auf Corona. Die vielen Schulaufgaben zu Hause geht ihm total auf die Nerven und er vermisst seine Freunde. Einmal pro Woche darf er jetzt wieder in die Schule und sieht dort seine Freunde. Aber irgendwie ist Corona trotzdem noch doof!


Das ist Svens Geschichte:

 

„Echt Papa, ich hab keinen Bock mehr! Außerdem versteh ich meine Hausaufgaben nicht! Keiner erklärt mir diese blöde Textaufgabe! Manno... Ich will wieder den normalen Unterricht zurück... außerdem vermisse ich Lars. Und die Anderen! Corona geht mir sowas von auf die NERVEN!“

 

Mit verschränkten Armen sitzt Sven am Küchentisch und beschwert sich lauthals über die vielen Schulaufgaben für Zuhause. Eine Wut-Träne kullert aus seinen zusammengekniffenen Augen und hinterlässt eine warme Spur auf seiner Wange. Mit einem trotzigen Schlürfen saugt er sie auf und lässt den salzigen Geschmack auf seiner Zunge zergehen. Sein Kopf ist heiß. Das bedeutet, dass er wieder mal rot anläuft. Seine Freunde nennen ihn deswegen öfters mal „Sven Tomato“, was ihn furchtbar aufregt und dazu führt, dass er noch viel wütender und röter wird.

 

Er hebt den Blick und guckt seinem Vater direkt in die Augen. Komischerweise hat dieser ein breites Grinsen im Gesicht. „Maaaannn!!“ schreit Sven, „Was ist daran so lustig?!“

 

Herzlich lachend antwortet sein Papa: „Also, dass ich das nochmal erleben darf. Mein neun-jähriger Sohn sehnt sich nach der Schule! Wer hätte das gedacht? Das muss ich Mama heute Abend erzählen!“

 

„Ich bin neuneinhalb! Wie oft soll ich dir das noch sagen?! Und außerdem will ich nicht in die Schule, sondern hab bloß keine Lust mehr auf diese blöden Schulaufgaben. Und meine Freunde kann ich auch kaum sehen! Das ist schlimmer als Hausarrest! Corona ist so unfair!!!“

 

Mit einem sanften Gesichtsausdruck setzt sich sein Vater neben ihn, legt ihm kumpelhaft einen Arm um die Schultern und erwidert ruhig: „Hey mein kleiner Krieger! Ich kann total verstehen, dass dir das alles gerade furchtbar auf die Nerven geht. Soll ich dir ein Geheimnis verraten?“ „Was?“ grummelt Sven schmollend vor sich hin.

 

„Ob du es glaubst oder nicht: mir macht Corona auch richtig zu schaffen.“ verrät ihm sein Papa.

 

„Echt jetzt? Aber du bist immer so gut gelaunt!“ antwortet Sven verwundert. Er hebt den Kopf und wischt sich die Tränen aus den Augen.

 

„Ja, einer muss ja für gute Laune sorgen! Außerdem ist das Leben so langweilig wenn man alles immer so ernst nimmt!“

 

 „Hmmm...“ Sven guckt nachdenklich in die Luft.

 

„Weißt du was? Ich hab eine Idee!“ sagt sein Vater plötzlich. Er steht auf, verschwindet kurz im Arbeitszimmer und kommt mit einem großen Blatt Papier und fünf farbigen Stiften zurück. „Immer wenn ich durch eine schwere Zeit im Leben muss, schreibe ich mir neben all den blöden Dingen, auch all die Dinge auf, die positiv in dieser Zeit waren!“

 

 „Hä, was bedeutet „positiv“, Papa?“

 

„Positiv kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „gut“ oder „wünschenswert.“ erklärt ihm sein Vater.

 

„Ahh, ich verstehe“ sagt Sven mit großen Augen „Du meinst also, wir gucken, was gut an Corona war?“

 

„Genau mein Großer! Wir gucken was toll und was blöd war an Corona! Und  all das schreiben und malen wir dann auf das Blatt Papier. Dann machen ein richtig cooles und farbiges Plakat daraus. Das können wir uns als Erinnerung an die Wand hängen! Und tadaaa! haben wir unser eigenes kleines Kunstwerk!“

 

„Ach, Papa! Und was soll bitteschön toll an Corona gewesen sein??“ fragt Sven frech.

 

„Also ein Punkt fällt mir schon mal ein“ antwortet sein Vater grinsend. „Jeden Abend Fortnite bis 8 Uhr spielen, ging während der normalen Schulzeit schon mal nicht. Hab ich da recht? Ich bin mir sicher, dass uns noch ein paar weitere Sachen einfallen! Ansonsten, überleg dir erstmal, was dir gar nicht gefallen hat. Die guten Punkte fallen uns bestimmt auch noch ein!  Vielleicht kriegen wir ein richtig tolles Bild hin bis Mama von der Arbeit kommt. Das zeigen wir ihr dann!“

 

Als Svens Mutter am Abend nach Hause kommt, sind die beiden immer noch damit beschäftigt, das Plakat zu gestalten. Doch mittlerweile ist es schon ein richtig tolles Kunstwerk geworden.

UND JETZT DU!

 

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WELCHE BILDER, FARBEN UND WÖRTER WÜRDEST DU BENUTZEN, UM DIE GUTEN UND SCHLECHTEN PUNKTE DER CORONA-ZEIT FÜR DICH ZU BESCHREIBEN?


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